Depressionen sind eine ernsthafte psychische Erkrankung. Sie sind nicht nur ein kurzzeitiges Gefühlstief, sondern stellen eine echte Beeinträchtigung Deines Lebens dar. Die Auslöser der Depression können vielfältig sein. Oftmals ist eine Kombination aus Emotionen und ein unausgewogenes Bio-chemisches Gleichgewicht Deines Körpers für die Depression verantwortlich.

Mit der Meditation lernst Du, besser mit Deinen Emotionen umzugehen und Deine Gefühle zu verstehen. Damit wirst Du zwar nicht körperliche Ursachen, die zur Depression führen verbessern, aber teilweise wird es Dir möglich sein, die Symptome der Depression zu lindern. Dadurch erhältst Du im ersten Schritt mehr Energie und wirst aktiver Dein Leben bestreiten.

Möchtest Du erfahren, wie sich die Meditation auf Deine Depression auswirkt und wie sie Dir hilft, erhältst Du in diesem Ratgeber einen umfassenden Überblick. Damit wirst Du wissen, wie die Meditation sich auf Depressionen auswirkt und zu einer Verbesserung der Symptome beiträgt

Wie sich die Depression ausdrückt

Für Außenstehende ist nicht immer nachvollziehbar, wie sich eine Depression tatsächlich anfühlt. So könnte der Eindruck entstehen, dass eine Depression nur eine kurze Phase der Traurigkeit darstellt. Darin besteht die Gefahr, dass die Depression als Krankheit nicht ernstgenommen wird.

Studien zeigen jedoch, dass die Depression aufgrund von genetischen, biologischen sowie psychischen Faktoren begünstigt wird. Mit einem Anteil von rund 5 Prozent tritt die Depression bei einem großen Teil der Bevölkerung auf. Betroffen sind im Durchschnitt mehr Frauen als Männer. Ein großer Zusammenhang wird in der Wissenschaft mit dem Gefühl der Einsamkeit hergestellt.

Wer unter Depressionen leidet, kapselt sich regelrecht von seinem Umfeld ab und ist kaum mehr in der Lage, den Kontakt zu Freunden und Familie zu halten. Dabei sind gerade diese Kontakte wichtig, um mit der Depression besser umzugehen. Helfen nahestehende Ansprechpartner doch, dass die eigenen Gefühle ausgedrückt werden können.

Zu einer Depression kann es auch durch spezielle auslösende Faktoren kommen. Dies sind zum Beispiel große Lebensveränderungen, Trauma oder Stress. Auch physische Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten können zu der Depression führen.

Winterdepression - Meditation
Im Winter ist die Gefahr an einer Depression zu leiden besonders hoch

Eine häufige Form ist zudem die Winterdepression. Diese tritt dann auf, wenn im Winter die Sonnenstunden weniger werden. Dadurch wird dem Körper die Möglichkeit entzogen, dass wichtige Vitamin D zu synthetisieren. Durch den Mangel des Vitamins tritt die Depression auf, die sich im Frühjahr wieder legt. Dies ist ein gutes Beispiel um aufzuzeigen, welch großen Einfluss äußere Faktoren auf den eigenen Gemütszustand besitzen.

Die folgenden Symptome werden bei einer Depression wahrgenommen:

  • Geringes Gefühlsempfinden
  • Hoffnungslosigkeit und Pessimismus
  • Niedriges Energielevel
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsschwankungen
  • Suizidgedanken

Unter dem Einfluss der Depression wird die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Von allein lässt sich dieses Krankheitsbild kaum verbessern. Vielmehr muss die Depression aktiv behandelt werden, um die Symptome zu lindern.

Die Meditation wird eine medikamentöse Behandlung nicht ersetzen. Sie kann aber ein wichtiges Element darstellen, um den Geist wieder in ein Gleichgewicht zu versetzen.

Eine Einführung in die Meditation

Das Ziel der Meditation ist, dass Körper und Geist sich in Balance befinden. Dabei wird während der Ausführung ein Ruhezustand herbeigeführt. Der Meditierende befindet sich mit seinen Gedanken im Hier und Jetzt. Jegliche Ablenkung wird ausgeblendet und durch die Konzentration auf die Atmung ein Zustand der Entspannung herbeigeführt.

Das Praktische an der Meditation ist, dass Du diese relativ simpel durchführen kannst. Begib Dich in eine bequeme Sitzposition und versuche äußere Reize zu vermindern. In dieser Position fokussierst Du Deine Gedanken nur auf die Atmung und lässt es nicht zu, dass diese abschweifen. Schon wenige Minuten sind ausreichend, um einen Entspannungseffekt zu erzielen.

War Dein Arbeitstag besonders anstrengend, kannst Du die Meditation auch in der Mittagspause durchführen. Mit dieser simplen Form der Entspannung wirst Du Dein Wohlbefinden steigern und langfristig auch Deine Depressionen verbessern.

Wie wirkt die Meditation bei einer Depression?

Das Auftreten der Depression ist mit unterschiedlichen Ansätzen erklärbar.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Körper von Energiebahnen durchzogen. Geraten diese aus dem Gleichgewicht, äußert sich dies in Form von Krankheiten. Bei einer Depression wird davon ausgegangen, dass der Körper über zu wenig Energie verfügt und Disharmonien auftreten. Mit der Meditation ist es Dir nun möglich, den Energiefluss wieder anzuregen. Dadurch werden die Symptome der Depression gemindert und Dein Wohlbefinden verbessert sich.

Ob Du an diese Theorie der Energiebahnen glaubst, musst Du selber entscheiden. Wissenschaftliche Ansätze, weshalb die Meditation bei Depressionen wirkt, gibt es ebenfalls. Hierbei wird vor allem berücksichtigt, dass die Meditation den Stress lindert und eine Hilfestellung bietet, um mit negativen Gedanken umzugehen.

Stress besitzt vielfältig negative Auswirkungen auf den Körper & Geist. Dauerhaft zu viel Stress ausgesetzt zu sein bedeutet, dass ein geeigneter Ausgleich und eine Phase der Entspannung fehlen. Ein Burn-out kann eintreten, welcher in der Ausprägung sehr einer Depression gleicht. Mithilfe der Meditation wird das Stressniveau gesenkt. Sie stellt einen geeigneten Ruhepol dar, um besser den Stress bewältigen zu können.

Kreisen Deine Gedanken vor allem abends, wenn Du eigentlich einschlafen möchtest? Dies ist ein bekanntes Phänomen und betrifft eine Vielzahl von Personen. Anstatt endlich vom Tag „abschalten“ zu können, kommen nun all die negativen Emotionen auf, die Dich davon abhalten, einzuschlafen. Die Meditation wird Dir mit der Zeit lehren, besser die Gedanken zu lenken. Deine Wahrnehmung verbessert sich und dadurch wirst Du Dich von negativen Gefühlen weniger beeinflussen lassen. Du erkennst diese frühzeitig und weist diese in Bahnen zu lenken, die weniger schädlich sind. Dadurch erhältst Du mehr Energie und wirst die Depression ein Stück weit ablegen.

Unterschiedliche Meditationstechniken

Meditation bei Depression
Mit der Meditation wirst Du besser mit Deinen Gefühlen umgehen und Dein Stress lindern

Die Meditation ist ein breites Feld. So unterschiedlich die Depression ausgeprägt sein kann, so individuell sind auch die Meditationstechniken. Folgend erhältst Du drei bekannte Techniken, die Dir helfen können, Deine Sorgen und Ängste zu nehmen. Probiere diese aus und stelle fest, welche Form Dir am ehesten zusagt.

Transzendentale Meditation

Durch den Zustand der Transzendenz wird ein ganz neues Bewusstsein eingenommen. Bei der transzendentalen Meditation besteht das Ziel darin, vom großen Ganzen in immer feineren Strukturen zu denken.

Die Selbsterfahrung soll durch diese Form der Meditation verbessert werden und das eigene Bewusstsein wird ganz anders wahrgenommen. Die Ausübung ist auf ganz simple Weise möglich.

Finde eine bequeme Sitzposition, schließe Deine Augen und konzentriere Dich für 20 Minuten nur auf den Moment. Führe diese Übung zwei Mal am Tag durch und Du wirst lernen, wie Du Deine Gedanken besser steuerst und verstehst.

Passive Meditation

Sich einfach nur auf dem Moment oder die eigene Atmung zu konzentrieren ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Die passive Meditation bietet hierfür einen einfachen Lösungsansatz.

Du stellst Dir während der Meditation ein Symbol oder Element vor, auf welches Du Dich konzentrierst. Dies kann zum Beispiel eine Kerze sein, welche vor Deinem inneren Auge aufleuchtet und Dir hilft, die Konzentration aufrechtzuerhalten.

Das Positive an dieser Form ist, dass diese Technik besonders einfach anzuwenden ist. Selbst Einsteiger können eine größere Meditationstiefe erreichen und dadurch besser in die Entspannung finden. Die Gedanken schweifen nicht so leicht ab und die Erfahrung wird als intensiver wahrgenommen.

Mithilfe dieser Meditation steigerst Du Deine Konzentrationsfähigkeit und wirst den Stress hinter Dir lassen. Führe die passive Meditation ca. 10 bis 20 Minuten durch. Dann solltest Du schon bald die positiven Effekte spüren.

Achtsamkeitstraining

Ist Deine Gefühlswelt nur schwer für Dich greifbar und empfindest Du ein größeres Durcheinander, könnte das Achtsamkeitstraining für Dich hilfreich sein. Bei diesem richtest Du den Fokus auf Dein momentanes seelisches Empfinden.

Du konzentrierst Dich nur auf die gegenwärtigen Gefühle und nimmst diese ganz bewusst wahr. Damit wirst Du eher Deine Gefühle verstehen und diese nicht unterdrücken. Sie können zum Ausdruck kommen und damit werden diese als weniger „schädlich“ empfunden.

Auch das Achtsamkeitstraining wird für etwa 20 Minuten durchgeführt. Dies ist eine wunderbare Methode, wenn Deine Gefühle einen hohen Leidensdruck erzeugen und einen Teufelskreis erzeugen, aus dem Du nur schwer ausbrechen kannst.

Depressionen mit Meditation lindern

Die Depression ist eine schwerwiegende Erkrankung, welche nur unter professioneller Betreuung behandelt werden sollte. Daher gilt der Hinweis, dass die Meditation zwar für eine Verbesserung der Symptome zuträglich ist, diese aber nicht eine medizinische Behandlung ersetzen kann. Wer unter Depressionen leidet, sollte daher weiterhin nach ärztlichem Rat handeln.

Dies bedeutet ebenfalls, dass auf eine medikamentöse Behandlung nicht verzichtet werden sollte. Mithilfe der Depression wirst Du aber unter Umständen erreichen, dass unabhängig der Medikation eine Verbesserung auftritt.

Eine vollständige Heilung nur unter Anwendung der Meditation ist bei einer Depression nicht zu erwarten. Sie ist aber wunderbar geeignet, um besser mit der Erkrankung umzugehen und dennoch etwas an Lebensfreude zurückzugewinnen. Die eigene Gefühlswelt wird besser verstanden und daher wird die Kontrolle über das Leben zurückerlangt.

Die Meditation ist ein wichtiges Element, um mit der Depression besser umzugehen. Sie sollte aber nicht der einzige Ansatz sein, die Krankheit zu behandeln.