Klänge üben eine bestimmte Wirkung auf den Körper aus. Hörst Du Deine Lieblingsmusik, wirst Du in eine positive Stimmung versetzt und je nach Musikrichtung wirst Du Dich entspannen oder mit Energie auftanken. Klänge werden bereits von Beginn der Kulturen genutzt, um Heilkräfte zu verbessern oder andere Effekte zu nutzen. Die Klangschalenmeditation setzt an der Wirkung der harmonischen Klänge an und kann mit einfachen Mitteln selber durchgeführt werden.

Erfahre, wie Du diese Form der Meditation nutzt und welche Kraft sie in Deinem Körper und Geist entfaltet.

Die Klangschalenmeditation vorgestellt

Den Ursprung besitzt die Klangschalenmeditation in Asien. Dort ist sie fester Bestandteil der Kultur in Nepal, Tibet, Indien und China. Zunächst war die Klangschale noch ein einfaches Küchenutensil und wurde nicht als Instrument genutzt. Ob diese Schale bereits vor vielen Jahrhunderten zu rituellen Zwecken im Buddhismus genutzt wurde, ist unter Experten umstritten und nicht geklärt.

Später ist aufgefallen, dass die Schale nicht nur in der Küche nützlich, sondern auch als Instrument geeignet ist. Der harmonische Klang, der durch die Vibrationen entsteht, wird als besonders wohltuend wahrgenommen. Die Durchblutung wird angeregt, der Stress gelindert und die Selbstheilungskräfte gesteigert.

Je nach Klangschale können unterschiedliche Bereiche angesprochen werden. Verantwortlich sind hierfür die Tonhöhen, welche die Chakren beeinflussen. So lässt sich eher ein beruhigender Effekt erzielen oder der Energiefluss verbessern, damit Du Dich wacher fühlst. Daher gibt es Schalen in verschiedenen Größen, mit denen andere Tonbereiche erklingen.

Für die Meditation sind lediglich eine Klangschale und der Klöppel notwendig. Der Klöppel wird leicht an die Schale angeschlagen, sodass diese in Schwingung gebracht wird. Über einen gewissen Zeitraum durchdringen die Vibrationen den Raum und üben positive Effekte auf Dich aus.

Für wen ist die Klangschalenmeditation geeignet?

Die Klangschalenmeditation ist für eine breite Personengruppe geeignet. Es werden keinerlei Erfahrungen benötigt und sie ist in der Ausübung recht einfach zu erlernen. Damit werden Anfänger, die sich bisher kaum mit Meditationsformen beschäftigt haben, zügig einen Erfolg verspüren.

Dennoch profitieren auch Fortgeschrittene von dieser Form. Sie unterstützt die Entspannung und kann dazu eingesetzt werden, die Meditation zu intensivieren.

Das Schöne an der Klangschalenmeditation ist, dass sie sowohl allein als auch in der Gruppe durchgeführt werden kann. Innerhalb der Gruppe kann eine Person bestimmt werden, die die Töne erzeugt. Es ist aber auch möglich, dass unterschiedliche Klangschalen kombiniert werden. Somit können alle Teilnehmer gleichzeitig spielen, sodass harmonische Töne in unterschiedlichen Höhen erzeugt werden.

Die eigentliche Durchführung ist körperlich nicht anstrengend. Daher ist sie für jedes Alter geeignet und selbst erkrankte Personen können die Klänge für sich nutzen. Lediglich bei der Sitzhaltung muss auf die Bedürfnisse der Teilnehmer geachtet werden. Normalerweise wird die Meditation im Sitzen auf dem Boden durchgeführt. In dieser Haltung wird eine besonders gute Entspannung gewährleistet. Wer nicht für längere Zeit bequem auf dem Boden sitzen kann, kann auf einem Stuhl Platz nehmen und von dort den Klang genießen.

Vorbereitung

Klangschale
Für diese Form der Meditation benötigst Du nur eine Klangschale und einen Klöppel

Um mit der Meditation beginnen zu können, wird natürlich eine entsprechende Klangschale benötigt. Hier gibt es eine Reihe von Varianten, die sich vor allem in der Tonhöhe unterscheiden. Für zu Hause ist es ausreichend, wenn Du Dich zunächst für eine Schale entscheidest, die Du für besonders ansprechend hältst. Probiere Dich ruhig im Laden durch das Sortiment und entscheide, welcher Klang wohltuend wirkt. Lasse die Klänge für einen Moment auf Dich wirken um zu erfahren, in welcher Weise sie Dich beeinflussen.

Möchtest Du eine einfache Entspannung erfahren, sind mehrere Klangschalen nicht notwendig. Eine Auswahl aus Instrumenten zu haben kann aber positiv sein. Zum einen wird sich Dein subjektives Empfinden ändern und zum anderen kannst Du durch die Kombination der Klangschalen mehrere Chakren ansprechen. Jede Klangschale ist hierbei in der Lage ein Chakra zu stimulieren.

Zum Einstieg ist es völlig ausreichend, wenn Du in eine einzelne Klangschale investierst und mit der Zeit das Sortiment ausweitest. Dann wirst Du bereits über etwas Erfahrung verfügen und besser wissen, worauf es beim Kauf ankommt.

Als zweites Element wird der Klöppel benötigt. Diesen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Maßgeblich für den Klang verantwortlich ist das Material. Ein Klöppel aus Holz bringt vor allem die Obertöne zum Schwingen und ist für kleinere Schalen geeignet. Auch ein Klöppel mit einem Lederüberzug ist für kleinere Schalen vorteilhafter. Hierbei wird der Klang aber etwas gedämpft wahrgenommen. Besitzt Du eine größere Schale, sind Klöppel mit einem Überzug aus Filz eine gute Wahl. Probiere auch hier die Klöppel in Kombination mit Deiner Schale aus, um die perfekte Abstimmung zu finden.

Ansonsten gilt der Grundsatz, dass bei der Klangschalenmeditation eine bequeme Kleidung getragen werden sollte. Mit einer Yogamatte oder einem Meditationskissen gestaltest Du das Sitzen angenehmer. Nun kann es mit den wirkungsvollen Klängen losgehen.

Die Schale zum Schwingen bringen

Damit die Vibrationen möglichst frei schwingen, sollte die Klangschale nur am Boden berührt werden. Stelle sie am besten auf Deiner flachen Hand ab und berühre nicht die Wände der Schale. Nun nimmst Du in der anderen Hand den Klöppel.

Schlage mit dem Klöppel an die Außenseite unter dem Schalenrand. Der Klöppel berührt die Wand nur für einen kurzen Augenblick und wird danach wieder zurückgeführt. Vermeide es, dass der Klöppel nach dem Anschlagen noch die Wand berührt, da ansonsten die Vibrationen beeinträchtigt würden.

Wichtig ist hierbei die optimale Intensität zu finden. Ist der Schlag zu stark, wird der Ton zu laut und etwas unangenehm sein. Dies möchtest Du auf jeden Fall vermeiden. Gleichzeitig sollte der Klang nicht zu leise sein. Bekomme mit etwas Übung das Gefühl dafür, wie kräftig Du die Schale anschlagen musst.

Neben dem kurzen Anschlagen besteht auch die Möglichkeit den Klöppel am oberen Rand entlangzuführen. Dies erfordert schon etwas mehr Gefühl, damit die Schale wohltuend erklingt. Variiere den Druck und die Geschwindigkeit, um die Töne zu verändern.

Die Meditation

Klingt die Schale, kannst Du mit der eigentlichen Meditation beginnen. Schließe die Augen und führe Deinen Fokus nur auf die Töne. Die Vibrationen werden wahrscheinlich auch im Körper noch gut spürbar sein. Möchtest Du ein bestimmtes Chakra ansprechen, dann leite Deine Aufmerksamkeit dort hin. Eine besondere Form um die Schale zu nutzen besteht in der Klangmasse. Hierbei legst Du die Schale auf die betroffene Körperregion, die mit mehr Energie versorgt werden soll.

Die Schale wird für eine Weile schwingen und der Ton gut hörbar sein. Nachdem der Ton ausgeklungen ist, erfolgt der nächste Schlag. Die Klangschalenmeditation erfordert etwas mehr Zeit, als viele andere Meditationsformen. Professionelle Kurse können gerne zwischen 30 und 60 Minuten dauern, damit die Wirkung gut zu spüren ist. Wie lange Du die Meditation durchführst, hängt aber ganz von Deinen Vorlieben ab.

Zu welchem Zeitpunkt Du die Meditation durchführst, ist ebenfalls variabel. Oftmals wird die Klangschalenmeditation am Morgen nach dem Aufstehen durchgeführt. Damit wird der Start in den Tag begünstigt und der Energiefluss angeregt. Die Vibrationen wirken belebend und Du wachst viel bewusster auf.

Damit die Meditation ihre Wirkung entfaltet, solltest Du Dir genügend Zeit nehmen und einen Ort der Ruhe schaffen. Sie ist nichts für „zwischendurch“, sondern erfordert eine gewisse Vorbereitung und Regelmäßigkeit.

Wirkung

Die Klangschalenmeditation wird in erster Linie genutzt, um das Wohlbefinden zu steigern. Es gibt zwar einige Aussagen, die sich auf die Wirkung der Schallwellen auf den Körper beziehen, doch Du solltest nicht darauf vertrauen, dass körperliche Leiden gelindert werden können. Hierfür gibt es keine Belege und es wird vor allem der Geist angesprochen.

Die Wirkung entspricht weitestgehend den üblichen Meditationsformen. Der Stress wird reduziert und damit die negativen Effekte gelindert. Der Blutdruck senkt sich und der Cholesterinspiegel auf ein gesünderes Maß gebracht.

Das bessere Wohlbefinden wirkt sich vielfältig auf die Lebensqualität aus. Es wird beobachtet, dass das Selbstvertrauen steigt und generell eine höhere Gelassenheit vorherrscht. Damit können Ziele besser verwirklicht und die Leistungsfähigkeit im Studium oder Beruf gesteigert werden.

Die Klangschalen stellt eine sehr gute Möglichkeit für Einsteiger dar, um mit der Meditation zu beginnen. Die Töne sind intensiv wahrnehmbar und es fällt leichter, den Geist auf die Klänge zu lenken. Dadurch ist die positive Wirkung deutlich spürbarer und die Meditation kann besser aufrechterhalten werden. Probiere die Klangmeditation aus, wenn Du einen Ausgleich zum stressigen Alltag suchst.