Mal etwas niedergeschlagen zu sein ist völlig normal. Niemand ist jeden Tag glücklich und es wird immer mal Phasen geben, in denen die Laune sich verschlechtert. Im Beruf kann es einen Rückschlag gegeben haben oder die Prüfungsergebnisse sind nicht so, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Die schlechte Laune ist zwar natürlich, das heißt aber nicht, dass Du mit dieser Leben musst. Indem Du Deine Stimmung besser verstehst, hast Du Deine Emotionen besser im Griff und kannst diese lenken.

Wie Du Deine Laune beeinflusst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Weshalb tritt die schlechte Laune ein?

Negative Emotionen sind nicht etwas, dass Du sofort bereinigen musst. Sie sind durchaus wichtig und helfen Dir dabei, Dein Leben zu ordnen. Läuft es mal nicht so rund, sind diese Emotionen ein wichtiger Hinweis dafür, was Du besser machen oder woran Du arbeiten könntest.

Wurdest Du gerade verlassen oder hast eine Absage für den Traumjob erhalten, ist es völlig verständlich, dass Du Dich nicht in der besten Laune befindest. Dann solltest Du es zulassen, es mal einen Tag ruhiger angehen zu lassen und ganz auf Dein Wohlbefinden zu achten.

Die Melancholie ist eine wichtige Emotion, die Dir anzeigt, dass es auch anders geht und nicht immer Vollgas gegeben werden muss. Andernfalls könntest Du Dir zu viel abverlangen und unter einem zu hohen Stress stehen.

Melancholie
Die Melancholie könnte ein wichtiger Hinweis sein, dass es Deinem Körper oder Geist an etwas mangelt

Schlechte Laune kann aus ganz verschiedenen Gründen auftreten. In der Regel gibt es aber zwei Quellen, die dafür verantwortlich sind. Die schlechte Laune kann entweder im Kopf oder aus dem Körper heraus entstehen.

Hast Du Schmerzen oder mangelt es Deinem Körper an etwas, ist die schlechte Laune vorprogrammiert. Dies ist vor allem beim Hungergefühl der Fall, der einige Menschen unausstehlich machen kann.

Auf der anderen Seite können negative Gedanken auch die Laune beeinflussen. Zudem besitzen die Gedanken eine Wirkung auf den Körper. Kreisen nur negative Gedanken in Deinem Kopf, wird sich dies unter anderem in Deiner Bauchregion mit Schmerzen oder Krämpfen äußern.

Es ist also keine Schwäche, sich mal schlecht zu fühlen und nicht in der besten Stimmung zu sein. Vielmehr solltest Du auf die Bedürfnisse Deines Geistes und Körpers achten. Manchmal kann die schlechte Laune auch ein Zeichen dafür sein, dass Dein Lebensstil zu ungesund ist. Bewege Dich mehr, achte auf Deine Ernährung und gönne Dir genügend Schlaf, um Deine Gesundheit zu verbessern und die Laune zu heben.

Akzeptiere die schlechte Laune

Versuchst Du die negativen Emotionen zu verdrängen? Empfindest Du diese als störend und möchtest diese daher nicht zulassen?

Dann solltest Du dies tunlichst vermeiden. Sicherlich würdest Du lieber bester Laune sein und vielleicht auf Knopfdruck die Stimmung verändern. So funktioniert das Gefühlsleben des Menschen aber nicht.

Je stärker Du gegen die negativen Emotionen ankämpfst, desto mehr Macht erhalten sie. Denn es wird Dir nicht gelingen diese Gefühle zu unterdrücken und der Kampf wird zu einem Dauerzustand werden.

Der erste Schritt, um die Laune zu verbessern, liegt in der Akzeptanz der schlechten Stimmung. Diese ist natürlich und kann sogar hilfreich sein, um die Bedürfnisse Deines Geistes wahrzunehmen.

Die schlechte Stimmung kann sogar förderlich sein und Dich produktiver machen. Denn Du wirst aktiv daran arbeiten, Deine Situation zu verändern und zufriedener zu werden. Wärest Du immer glücklich, würde dieser Antrieb wegfallen ganz nach dem Motto „Never change a winning Team“. Dies könnte aber auch Stillstand bedeuten und ist in Deiner persönlichen Entwicklung wenig hilfreich.

Akzeptiere das Stimmungstief und siehe dieses als Motivator an.

5 Strategien die Stimmung aufzuhellen

Du hast bereits einen ganz wichtigen Schritt gemacht, um die Laune zu verbessern. Du kämpfst nicht gegen diese an, sondern siehst sie als wichtigen Warnhinweis, um die eigene Gesundheit zu fördern.

Fühlst Du Dich aber gerade so energielos und lähmt Dich die negative Stimmung, kannst Du die folgenden Strategien ausprobieren, um die Laune wieder zu verbessern.

1 Genieße den Moment

Fokus Hier und Jetzt
Genieß den Moment und richte Deinen Fokus auf das Hier und Jetzt

Kannst Du keinen genauen Grund dafür finden, weshalb Du Dich gerade schlecht fühlst oder kommt die negative Stimmung völlig grundlos?

Oftmals ist nicht einmal ein klarer Auslöser gegeben, weshalb die negativen Emotionen auftreten. Ist dies der Fall, dann konzentriere Deinen Fokus nur auf das Hier und Jetzt.

Schließe die Augen und spüre ganz genau Deinen Atem. Spüre, wie dieser durch Deinen Körper fließt und dass das Leben im Hier und jetzt stattfindet.

Das Leben verläuft nicht immer geradlinig und ist voll von Überraschungen. Dies hat auch seine positiven Seiten. Mache Dir bewusst, dass Du für Dein Leben verantwortlich bist. Selbst wenn es Dir im Moment schlecht geht, liegt es immer noch an Dir, die Situation zu verändern.

Mache Dir auch bewusst, welche positiven Aspekte Dein Leben ausfüllen. Sei dankbar dafür, dass Du in diesem Moment lebst und welch wundervolle Dinge das Leben bereithält.

2 Rufe Dir schöne Momente in das Bewusstsein

In diesem Augenblick magst Du Dich nicht besonders gut fühlen. Doch es gab auch bessere Zeiten und Momente, die Dich mit voller Glück erfüllt haben.

Erinnere Dich an Zeiten zurück, in denen es Dir besser ging. In denen Du unbeschwert leben konntest und ein breites Lächeln Dein Gesicht durchzog.

Schließe die Augen und fokussiere Dich ganz auf diesen Moment. Wie hat sich dieser angefühlt und was löst dieser in Dir aus? Welche Faktoren waren wichtig dafür, dass Du Dich glücklich gefühlt hast?

Indem Du Dich auf diesen Moment besinnst, erlebst Du das Stimmungshoch noch einmal. Es wird vielleicht weniger intensiv sein, aber Du wirst dennoch in eine bessere Gemütslage versetzt. Zudem lernst Du besser, welche Faktoren für die positiven Emotionen verantwortlich waren.

3 Ein Blick in die Zukunft

War gerade noch der Blick in die Vergangenheit maßgeblich, solltest Du nun nach Vorne schauen. Die Vergangenheit kann einen wichtigen Einblick in Deine Erfahrungen liefern, aber die Zukunft wird Dir den Weg zeigen, wie Du insgesamt zufriedener wirst.

Finde zunächst heraus, was Dich in diesem Moment ärgert und möglicherweise unter Stress setzt. Gibt es klare Auslöser, die für Deine schlechte Laune verantwortlich sind?

Frage Dich, ob diese Auslöser überhaupt diese wichtige Stellung in Deinem Leben einnehmen sollten. Ärgerst Du Dich über Kleinigkeiten, die von keiner Relevanz sind, dann mache Dir bewusst, dass Du Dich in einem Jahr ohnehin daran nicht mehr erinnern wirst.

Dies sollte Dir zeigen, dass es sich gar nicht lohnt, sich darüber aufzuregen und die eigene Stimmung vermiesen zu lassen. Beeinflussen diese Kleinigkeiten Deine Zukunft nicht, solltest Du sie auch in der Gegenwart nicht zu wichtig nehmen.

4 Gute Laune Musik

Musik gegen schlechte Stimmung
Mit der passenden Musik ist es Dir möglich, Deine Stimmung zu heben

Musik kann maßgeblich die Laune beeinflussen und diese verstärken. Fühlst Du Dich gerade nicht in bester Stimmung, könntest Du mit ruhiger und eher trauriger Musik diese Gefühlslage verstärken.

Auf der anderen Seite ist es auch möglich, die Stimmung aktiv durch die Wahl der Musik zu lenken. Möchtest Du auf andere Gedanken kommen, dann leg Dir am besten eine Playlist zurecht, die Deine Laune hebt.

Vorteilhaft sind Lieder, die Dich in Bewegung bringen. Bei denen Du mittanzen kannst und die Musik im Körper regelrecht spürst. Indem Du diese gute Laune hörst und mit dem Tanzen und Bewegungen ausdrückst, wirst Du die Laune verbessern.

Es ist hierbei vollkommen egal, um welche Musikrichtung es sich handelt. Ob Pop, Metal oder Reggae, es ist alles erlaubt, was Dir gefällt.

5 Die schlechte Laune nicht ernst nehmen

Gibt es keinen offensichtlichen Grund dafür, dass die Stimmung im Keller ist? Dann solltest Du Dich von ihr auch nicht völlig aus der Bahn werfen lassen.

Manchmal kann es helfen, die Situation mit Humor anzugehen. Hast Du am Morgen den Kaffee verschüttet und daher glaubst Du, dass der Tag schon völlig im Eimer sei?

Dann betrachte das Missgeschick etwas selbstironisch. Mache Dich über die Situation lustig, was für ein Tollpatsch Du doch seist. Falls es keinen offensichtlichen Grund gibt, kannst Du auch ganz direkt die Stimmung auf die Schippe nehmen.

Rede humorvoll mit Deinem Unterbewusstsein und indem Du die schlechte Laune ins Lächerliche ziehst, wirst Du diese als weniger eindrucksvoll erleben.

Das Glück finden

Etwas schlechte Laune kann immer mal vorkommen. Sie sollte aber nicht Deinen Alltag dominieren.

Finde heraus, was Dich glücklich macht. Lebe Dein Leben nach Deinen Grundprinzipien und sei Dir bewusst, dass nur Du für Dein Glück verantwortlich bist.

Dann wird mal ein Tag voller schlechter Laune im Großen und Ganzen keinen großen Einfluss auf Dein Glück besitzen. Du weißt nun, was DU gegen schlechte Laune unternehmen kannst.