Das Unterbewusstsein nimmt einen großen Einfluss auf Deine Gedanken und den Erfolg. Es redet Dir Mut zu oder kann Dich davon abhalten, gefährliche Dinge zu tun. Ganz unscheinbar beeinflusst das Unterbewusstsein Dein Verhalten.

Dies äußert sich zum Beispiel darin, dass Dein Essverhalten sich ändert, wenn Du unter hohem Stress stehst oder gerade eine Krise durchlebst. Für den Erfolg im Leben und der eigenen Zufriedenheit ist das Unterbewusstsein maßgeblich verantwortlich.

Doch vergangene negative Erfahrungen können dazu führen, dass Du davon abgehalten wirst Dein volles Potenzial zu entfalten. Dann wird es notwendig sein, dass Du Dein Unterbewusstsein neu programmierst.

Erfahre in diesem Ratgeber, wie Du Deine innere Stärke hervorholst und mit positiven Gedanken in die Zukunft blickst.

Das Unterbewusstsein erläutert

Um das Unterbewusstsein zu programmieren, solltest Du verstehen, wobei es sich dabei überhaupt handelt. Denn oftmals ist eine einheitliche Definition des Unterbewusstseins kaum vorhanden und jeder Mensch versteht darunter etwas anderes.

Als erster Beschreiber des Unterbewusstseins gilt der Psychoanalytiker Sigmund Freud. Dieser hat auf die Bedeutung des Unterbewusstseins hingewiesen und erläutert, was es damit auf sich hat.

Für eine anschauliche Erklärung hat er dafür einen Eisberg benutzt. Nach seiner Definition zeigt der Eisberg an der Spitze alles, was bewusst aufgenommen wird. Dort befinden sich die Gedanken, Gefühle und Erinnerungen. Diese werden von uns bewusst wahrgenommen.

Doch ähnlich wie bei einem realen Eisberg befindet sich der größte Teil des Bewusstseins unter der Oberfläche. Dieser unbewusste Teil stellt einen Großteil des Verstands dar. Er beinhaltet ebenfalls Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen, die nicht im bewusst wahrgenommen werden. Etwa, weil sie als zu schmerzvoll deklariert wurden und daher nicht wieder hervorgeholt werden sollen.

Obwohl diese Dinge nicht im bewussten Teil des Verstands sind, existieren sie im Unterbewusstsein. Von dort üben sie weiterhin einen großen Einfluss aus, ohne dass Du etwas davon merkst.

Nutzen des Unterbewusstseins

Freud hat bereits beschrieben, dass Erfahrungen im Unterbewusstsein abgespeichert werden, weil sie als zu schmerzvoll und traumatisch erlebt wurden. Dies ist jedoch nur ein Grund, weshalb Gefühle oder Erinnerungen dort abgelegt werden.

Vielmehr gilt das Unterbewusstsein als Filter und führt zu einer effizienteren Lebensweise. Jeden Tag wirst Du vor Entscheidungen gestellt und es treffen neue Eindrücke auf Dich. Den Großteil der Entscheidungen wirst Du unbewusst abhandeln. Sei es im Straßenverkehr oder wenn es um andere kleinere Dinge des Alltags geht. Es wäre viel zu aufwendig ständig über noch so kleine Entscheidungen zu grübeln. Daher bietet das Unterbewusstsein eine Hilfestellung und übernimmt diese kleinen Aufgaben ganz von allein.

Andernfalls wäre es viel zu anstrengend, wenn Du alle Entscheidungen bewusst treffen müsstest. Ein Großteil des Tagesablaufes wird als Routine durchgeführt. Dies mag zwar angsteinflößend klingen und wirken, als ob Du nur wenig Kontrolle hättest, doch das Unterbewusstsein bewahrt Dich vor einer Überlastung.

Du kannst Deine Energie den wirklich wichtigen Aufgaben widmen und musst nicht über jede noch so kleine Entscheidung großartig nachdenken. Daher ist das Unterbewusstsein eine große Hilfe. Es nimmt Dir jede Menge Arbeit ab und gibt Dir die Freiräume, Dich auf die bedeutsamen Aspekte des Lebens zu konzentrieren.

So beeinflusst Dein Unterbewusstsein Dich

Negative Erfahrungen - Schule
Negative Erfahrungen aus der Schule können Dich Dein ganzes Leben begleiten

Doch wie genau äußert sich das Verhalten des Unterbewusstseins im Alltag?

Das Unterbewusstsein wird vor allem von Deinen bisherigen Erfahrungen geprägt. Hast Du ein Restaurant besucht und die ausgewählte Speise hat Dir nicht gemundet, wird dies einen faden Beigeschmack bei Dir hinterlassen haben. Allein der Gedanke an diese Mahlzeit wird den Geschmack wieder in Dein Bewusstsein holen und Du wirst fortan meiden, dieses Gericht auszuwählen.

Ähnliche negative Erfahrungen könntest Du auch in der Schule bereits gemacht haben. Hattest Du Angst vor einem Lehrer, könnte dadurch die Verknüpfung entstanden sein, dass das Fach Dir nicht liegt und Du dieses am liebsten meiden würdest. Hattest Du also einen offenen Konflikt mit dem Mathe-Lehrer, wirst Du dies auf die Mathematik übertragen haben und deshalb mit dieser auf Kriegsfuß stehen.

Solche Verknüpfungen und Vorurteile machen einen großen Teil Deines Unterbewusstseins aus. Wie nimmst Du etwa Personen wahr, die über mehr Geld verfügen?

Häufig wird gesagt, dass diese arrogant seien, dass Geld den Charakter verderbe und dass wahrscheinlich die Familie vernachlässigt wird oder andere Personen über den Tisch gezogen werden müssen, um an das Geld zu gelangen. Damit sollte Dir bewusst sein, dass mit Geld oftmals eine negative Assoziation besteht. Zumindest in Deutschland wird dieser Neid häufig offen zur Schau gestellt und ausgedrückt.

Doch wie wirkt sich dieses Vorurteil auf Dein Leben aus?

Unterbewusst könnte nun der Eindruck entstehen, dass Geld etwas Schlechtes sei. Es besitzt keinen positiven Wert für Dich und daher könnte unterbewusst ein Verhalten ausgeführt werden, welches verhindert, dass Du mehr Geld verdienst.

Auch auf Dein Selbstbewusstsein besitzt das Unterbewusstsein einen hohen Einfluss. Wie bist Du in der Vergangenheit mit Misserfolgen oder Ablehnung umgegangen?

Konstruktive Kritik ist wichtig, um Dich weiterzuentwickeln und bessere Leistungen abzuliefern. Von anderen Personen zu lernen, die über mehr Erfahrung verfügen als Du selber hilft Dir, die gleichen Fehler zu vermeiden.

Doch unbewusst könnten die Misserfolge dazu führen, dass Du es vermeidest diese Tätigkeiten auszuführen. Du hast das Gefühl, dass Du schlichtweg nicht das Talent für diesen Bereich hast.

Auch im Liebesleben könnte dies von großer Bedeutung sein. Hast Du bisher viel Ablehnung erfahren, wirst Du nicht mehr so offen auf Personen zugehen, sondern den Kontakt meiden. Darunter leidet Dein Sozialleben und Du wirst vielleicht die Chance verpassen, Deine große Liebe kennenzulernen.

Das Unterbewusstsein kann also sowohl Dein größter Motivator, als auch hinderlich sein. Negative Erfahrungen werden dort verankert und fortan dazu führen, dass Du Dich im Leben zu stark einschränkst. Damit wird es Dir schwerfallen bestimmte Ziele zu erreichen und Dein volles Potenzial zu entfalten.

Um diese Blockade und innere Handbremse zu lösen, kannst Du Dein Unterbewusstsein programmieren. Anstatt, dass die negativen Erfahrungen Dich limitieren, werden diese als Motivator genutzt.

Das Unterbewusstsein programmieren

Mit den folgenden Schritten wirst Du das Unterbewusstsein zu Deinem größten Freund umgestalten.

Positives Mindset

Unterbewusstsein - Positives Mindset
Mit einem positiven Mindset wirst Du viel leichter Deine Grenzen überwinden

Das Unterbewusstsein wirkt sich im Unsichtbaren auf Dein Verhalten aus. Es wird Dir sagen: „Nein, das kannst Du nicht, es ist zu gefährlich“, um Dich etwa von einer Gefahrensituation zu bewahren. Es wird auf Dich einreden und Dich zu einer bestimmten Handlung überreden.

Neben den negativen Beeinflussungen, ist es aber auch möglich, dass das Unterbewusstsein positiv auf Dich einwirkt. Etwa, wenn Du gerade bester Stimmung bist und eine Tätigkeit ausübst, in der Du Dich sicher fühlst. Dann wirst Du regelrecht von einer Erfolgswelle getragen und fühlst Dich unbesiegbar.

Diese innere Stimme übt also eine große Macht aus und beeinflusst Dein handeln.

Umgekehrt kannst Du aber auch das Unterbewusstsein beeinflussen. Indem Du etwa einen Gedanken oder Satz wiederholst, wird dieser im Bewusstsein verankert.

Hast Du etwa Angst davor vor einer großen Gruppe zu reden, könntest Du mit voller Überzeugung Dir Mut zusprechen. Stelle Dich vor einen Spiegel und sage mehrmals, dass Du ein guter Redner seist und die Zuhörer interessiert an Deinem Vortrag sind.

Es mag sich zunächst noch ungewohnt anfühlen und etwas merkwürdig anmuten, doch unterbewusst entfaltet dieses Vorgehen eine große Wirkung. Ähnlich wie das Einnehmen der Siegerpose, wirst Du selbstbewusster und mit größerer Sicherheit die Aufgaben bewältigen.

Am wirkungsvollsten ist es, wenn Du direkt am Morgen Dir gut zuredest. Was sind im Moment Deine größten Ziele und wo siehst Du einen Verbesserungsbedarf?

Stelle Dich vor dem Spiegel und wiederhole die positiven Sätze mehrmals. Mit der Kraft des Unterbewusstseins wirst Du schon bald feststellen, dass Du tatsächlich selbstbewusster wirst oder besser vor einem Publikum reden kannst.

Dennoch sei natürlich gesagt, dass das alleinige Zureden noch keine große Veränderung bewirkt. Du musst weiterhin Zeit und Fleiß investieren, um Deine Ziele zu verwirklichen. Dank des Unterbewusstseins fällt es Dir aber leichter die Ziele in Angriff zu nehmen und Du wirst viel motivierter sein.

Vorstellungskraft

Der Glaube und die Vorstellungskraft können Berge versetzen. Diese Weisheit kannst Du für Dich nutzen, um Deinen Zielen näherzukommen und Dein Unterbewusstsein zu programmieren.

Hast Du immer noch großen Respekt davor eine Rede zu halten und Angst, dass etwas schieflaufen könnte?

Dann schließe die Augen, betritt die Bühne und stelle Dir vor, dass einen perfekten Vortrag hältst. Die Zuhörer werden begeistert sein und Du wirst von einem positiven Gefühl geprägt sein.

Das positive Gefühl ist besonders wichtig. Denn anhand der Emotionen wird die Situation besser im Unterbewusstsein verankert. Indem Du ein gutes Gefühl entwickelst, wird das Unterbewusstsein die Präsentation als positiv einstufen. Es besteht kein Grund eine Angst davor zu entwickeln und Du wirst mit hohem Selbstbewusstsein diese Prüfung meistern.

Je mehr Sinne Du während der Visualisierung ansprichst, desto eindrucksvoller wird diese sein. Versuche also auch zu hören und regelrecht zu fühlen, wie sich das Bewältigen der Herausforderung anfühlt. Du könntest Dir auch vorstellen, mit welchen Belohnungen das Erfüllen des Ziels einhergeht. Dann wirst Du Deinem Unterbewusstsein die Angst nehmen und es darauf vorbereiten, dass es sich um eine angenehme Situation handelt, die nicht vom Stress geprägt sein muss.

Den Schlaf nutzen

Hast Du einen Albtraum gehabt, der Dich die ganze Nacht über verfolgte, kann dies Deinen gesamten Tag vermiesen. Du wirst mit einem schlechten Gefühl aufstehen und dieses vielleicht nicht mehr abschütteln können.

Der Schlaf besitzt einen hohen Einfluss darauf, wie Du Dich fühlst und den Tag in Angriff nimmst. Über das Unterbewusstsein lässt sich zudem der Schlaf beeinflussen und gestalten.

Studien haben gezeigt, dass vor dem Einschlafen eine größere Verbindung zum Unterbewusstsein besteht. Was vorher im Verborgenen lag, wird nun geöffnet und bewusster wahrgenommen.

Diesen Umstand kannst Du ausnutzen, indem Du vor dem Schlafengehen bewusst nur positive Gedanken zulässt. Anstatt über die Probleme des Tages zu grübeln, erlebst Du nur schöne Momente und rufst Dir diese wieder ins Gedächtnis. Dadurch wirst Du besser einschlafen und am Morgen entspannt aufstehen.

Falls es Dir schwerfällt die Gedanken zu kontrollieren, könntest Du eine Meditation vor dem Schlafengehen durchführen. Dies übt Dich darin, einen hohen Fokus aufrechtzuerhalten und Du wirst weniger über Probleme nachdenken. Die schlechten Gedanken sind übrigens einer der Hauptgründe für Schlafstörungen und verhindern ein ruhiges Einschlafen.

Fazit

Das Unterbewusstsein besitzt eine hohen Einfluss auf Dich. Anhand vergangener Erfahrungen und Ereignisse wirkt es auf Dich ein, um Dich vor Gefahren zu schützen. In manchen Fällen kann dies jedoch hinderlich sein und die Angst ist unbegründet.

Indem Du die hier vorgestellten Methoden anwendest,

  • Positiv zureden
  • Vorstellungskraft
  • Schlafphase nutzen

Wirst Du viel eher Dein volles Potenzial ausnutzen. Dein Unterbewusstsein verleiht Dir Kraft und Du merkst, dass Dein Selbstbewusstsein steigt. Nutze daher den verborgenen Teil Deines Bewusstseins, um Dich anzutreiben und Deine Ziele zu erreichen.