Das Berufsleben ist bereits gespickt mit einigen Hindernissen und die Arbeit ist mit einigem Stress gefüllt. Kommt der Chef gerade mit einer neuen Aufgabe auf Dich zu und die Kollegen würden am liebsten Dir auch noch mehr Verantwortung auftragen, kann dies zu einer großen Belastung werden. Stehst Du dauerhaft unter Stress, kann sich dies negativ auf Deine Gesundheit auswirken. Im schlimmsten Fall droht der Burn-Out und Du wirst nicht mehr in der Lage sein Deiner Arbeit nachzugehen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt solltest Du den Stress im Büro so weit es geht reduzieren. Hier erfährst Du 10 Strategien, um besser mit dem Büroalltag zurechtzukommen.

1 Nein sagen

Gehst Du Konfrontationen aus dem Weg und führt dies dazu, dass Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse übergangen werden? Du meinst es eigentlich nur gut mit Deinen Kollegen und möchtest am liebsten an allen Ecken eine Hilfe sein?

Dann mutest Du Dir wahrscheinlich zu viel zu. Du musst keine Angst davor haben „Nein“ zu sagen, wenn ein Kollege mal wieder mit einer neuen Aufgabe auf Dich zukommt. Falls Du gerade selber beschäftigt und in der Arbeit vertieft bist, kannst Du guten Gewissens die Hilfe verweigern.

Das hat nichts damit zu tun, dass Du kein guter Kollege wärst und Dich nicht für das Team einsetzt, sondern dass Du in diesem Moment Deine Meinung klar äußerst. Kannst Du begründen, dass Du gerade selber viel zu tun hast und der Kollege sich in kurzer Zeit nochmal bei Dir melden kann, wird Dir dies niemand übel nehmen.

Gehöre nicht zu den „Ja“-Sagern, die alle Zusatzarbeiten annehmen und damit nur tiefer in der Stressspirale versinken.

2 Lege Perfektionismus ab

Möchtest Du im Job immer die Höchstleistung vollbringen und Deine Arbeiten so gewissenhaft wie möglich gestalten, ist dies löblich. Doch in den meisten Fällen ist der zusätzliche Zeitaufwand kaum lohnenswert.

Kennst Du den Grundsatz, dass rund 80% des Ergebnisses mit einem Aufwand von 20% erreicht werden? Dies wird als Pareto-Prinzip bezeichnet.

In der Praxis bedeutet dies, dass Du eine Präsentation in relativ kurzer Zeit so gestalten kannst, dass diese ansehnlich ist und alle benötigten Informationen liefert. Die restlichen 80% der Zeit werden dann nur darauf verwendet die Folien noch etwas aufzuhübschen oder Details zu optimieren, die später kaum ins Gewicht fallen.

Bist Du gerade sehr beschäftigt dann schaue, ob es wirklich eine perfekte Arbeitsleistung sein muss. Insbesondere wenn es sich um interne Vorgänge handelt, wird ein 80% Ergebnis vielleicht ausreichend sein und Du kannst Dich zügiger einer anderen Aufgabe widmen.

3 Vermeide Ablenkungen

Ablenkung im Büro
Konzentriere Dich auf eine Aufgabe und schalte das private Smartphone am besten komplett ab

Das Telefon klingelt, Mails kommen rein und per WhatsApp möchte der Partner gerade noch das Abendessen besprechen. Kommt Dir diese Situation bekannt vor?

Im Büro bist Du eigentlich gerade damit beschäftigt eine wichtige Aufgabe zu erledigen, aber es gibt gefühlt 1.000 andere Dinge, die auch auf Dich einprasseln? Dann versuche diese Ablenkungen zu vermeiden. Jeder Blick ins E-Mail Fach kostet wertvolle Zeit und es dauert einen Augenblick, bis Du Dich wieder in Deine Tätigkeit hineinversetzen kannst.

Versuche Dir einen eigenen Zeitplan zu gestalten. Schaue etwa nur ein Mal in der Stunde in das E-Mail-Postfach und sortiere dann aus, welche dringlich sind oder erst am Ende des Tages beantwortet werden müssen. Das private Smartphone bleibt am besten ganz ausgeschaltet, damit Du erst gar nicht in Versuchung gerätst, Deinen Fokus darauf zu lenken.

Indem Du sämtliche Ablenkungen vermeidest, wirst Du nicht nur weniger Stress im Büro verspüren, sondern in eine Art Flow-Zustand geraten. Dann wirst Du die Arbeit viel schneller erledigen und dies als weniger anstrengend empfinden.

4 Für welchen Stress bist Du verantwortlich?

Ein Großteil des Stresses kommt wahrscheinlich von Außen auf Dich zu. Gehst Du aber tief in Dich, wirst Du merken, dass ein Teil ebenfalls von Dir kommt. Du machst Dir selber Stress und legst einen solch hohen Maßstab an Deine Arbeit, dass Du daran verzweifelst.

Hat der Chef Dich wirklich zu den Überstunden verdonnert oder hast Du Dich mehr oder weniger freiwillig gemeldet, um diese zu absolvieren? Vergiss hierbei wiederum nicht das magische Wort „Nein“. Dann wirst Du merken, dass Du selber für Deine Situation verantwortlich bist.

Anstatt Dich immer nur zu beschweren, wie schwer doch der Büroalltag sei, nimm die Zügel selber in die Hand und gestalte Deinen Arbeitstag etwas um. Dann wirst weniger unter Stress stehen und die Arbeit leichter von der Hand gehen.

5 Konzentriere Dich auf eine Aufgabe

Ebenso wie bei den Ablenkungen ist auch das gleichzeitige Erledigen mehrerer Aufgaben weniger effizient. Traust Du Dir zwar zu mehrere Sachen parallel zu bearbeiten, wird dies selten zum Erfolg führen.

Hierfür gibt es zahlreiche Untersuchungen die Aufzeigen, dass das Multitasking weniger effizient ist und das Erledigen der Aufgaben länger braucht. Konzentriere Dich daher auf eine Sache und beginne erst die nächste Aufgabe, wenn die vorherige abgeschlossen ist.

Damit wirst Du ebenfalls leichter in den Flow geraten und zügiger arbeiten.

6 Bereite Dich gut vor

Kennst Du das Gefühl aus dem Studium, wenn Du nervös vor einer Klausur warst und immer die Unsicherheit mitschwang, ob Du diese gut bewältigen würdest?

Dieses Gefühl wird im Büroalltag nicht verschwinden. Vor wichtigen Meetings oder der nächsten Gehaltsverhandlung wirst Du wahrscheinlich ebenfalls dieses flaue Gefühl im Magen haben. Du fühlst Dich unwohl und die kommende Situation führt schon Tage vorher zu einer gehörigen Anspannung.

Um diesem Stress entgegenzuwirken, hilft es, sich gut vorzubereiten. Sammle Argumente für Deine Gehaltsverhandlung und spiele diese Situation probeweise mit Freunden durch. Halte die Präsentation vorab und Du wirst weniger unter dem Lampenfieber leiden.

7 Probleme ansprechen

Kollegen
Sprich Probleme offen an und verbessere den Teamgeist

Wird die Arbeitsbelastung zu hoch und der Stress im Büro macht sich deutlich bemerkbar, sollte dies zur Ansprache kommen. Der Vorgesetzte oder die Kollegen realisieren mitunter gar nicht, dass Du in der Arbeit versinkst und glauben, dass Du dies schon problemlos bewältigen könntest.

Das Ansprechen einer zu hohen Belastung oder anderen Problemen, etwa im Umgang mit Kollegen, wird nicht als Schwäche ausgelegt. Versuche allerdings Deine Argumente mit Fakten zu untermauern und aufzuzeigen, dass Deine Belastung höher ist, als bei den Kollegen. Bleibe hierbei sachlich und versuche lösungsorientiert zu denken.

Sprichst Du diese Probleme nicht an, werden diese sich nicht von allein lösen. Im Gegenteil, je länger diese bestehen, desto stärker sind die negativen Auswirkungen zu spüren. Versuche daher so früh wie möglich zu äußern, was Dich stört und schaffe auf diese Weise eine angenehmere Arbeitsumgebung.

8 Arbeit nicht mit nach Hause nehmen

In Zeiten, in denen die einige Aufgaben auf dem mobilen Laptop erledigt werden können scheint es verlockend, wenn die Überstunde einfach zu Hause geleistet wird. Verlangt der Chef zudem von Dir, dass Du rund um die Uhr erreichbar bist und auf E-Mails antwortest?

Dies musst Du Dir nicht gefallen lassen. Es gibt feste Arbeitszeiten und falls verlangt wird, dass Du zu Hause weiterarbeitest, muss dies entsprechend vergütet werden. Andernfalls wirst Du niemals von der Arbeit abschalten und Dein Stresslevel reduzieren.

Versuche zudem so gut es geht den Arbeits- und Privatbereich zu trennen. Falls Du regelmäßig von zu Hause arbeitest, richte Dir dafür einen eigenen kleinen Bereich ein und nutze nicht etwa den Esstisch oder die Wohnzimmercouch.

9 Gönne Dir Auszeiten

Nicht immer lassen sich die Stressquellen im Büro beseitigen. Gibt es gerade viel zu tun, ist dies ein erfreuliches Zeichen und zeigt, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist. Um diese Phase der Hochkonjunktur besser zu überstehen, solltest Du einen geeigneten Ausgleich neben der Arbeit finden.

Übst Du in Deiner Freizeit Hobbys aus, sollten diese nicht vernachlässigt werden. Eine gute Möglichkeit, um den Stresspegel zu minimieren, bietet die Meditation. Bei dieser wirst Du Dich ganz auf den Moment und Deinen Körper konzentrieren. Die Gedanken werden in eine positive Richtung gelenkt und der Stress als weniger belastend wahrgenommen.

Auf keinen Fall sollte Dein Privatleben zu kurz kommen. Eine ausreichende Work-Life-Balance ist wichtig, um im Beruf gute Leistungen abzuliefern und ein zufriedenes Leben zu führen.

10 Sport zum Abschalten

Als weitere Möglichkeit, um die Stressbelastung zu mindern, stellt Sport einen geeigneten Ausgleich dar. Abends eine Runde zu joggen hilft auf andere Gedanken zu kommen und durch die körperliche Belastung wird sich Deine Gesundheit verbessern. Dies hilft Dir, um Dich während der Arbeit besser zu konzentrieren und selbst schwierige Probleme schneller zu lösen.

Selbst wenn es nicht für eine längere Runde Joggen reicht, wäre es vielleicht eine Alternative für Dich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, anstatt bequem im Auto zu sitzen?

Jede Bewegungsform hilft und als zusätzliche Motivation könnte eine Fitnessuhr helfen. Diese zählt die täglichen Schritte und zeigt Dir genau auf, wie sehr Du Dich am Tag sportlich betätigt hast.

Mit diesen 10 Tipps wirst Du nicht nur den Stress im Büro reduzieren, sondern generell eine gesündere Arbeitsumgebung schaffen. Sei Dir im Klaren, dass Du aktiv an der Gestaltung des Büroalltages mitwirken kannst und auch mal „Nein“ sagen darfst. Dann wirst Du eine bessere Leistung absolvieren und nicht vom Stress überwältigt werden.

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