Die Augen gelten als das wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Ohne die Sehkraft würde es Dir unmöglich sein, den Alltag zu bewältigen. Treten Sehstörungen auf, ist dies bereits eine hohe Beeinträchtigung, die Du eigentlich nicht erleben möchtest.

Stehst Du gerade unter jeder Menge Stress, könnte dies die Ursache der Sehstörungen sein. Die psychische Belastung übt einen hohen Einfluss auf Deine Sehfähigkeit aus.

Erfahre, weshalb die Sehstörungen unter Stress entstehen und wie Du diesen entgegenwirkst.

Arten der Sehstörungen

Die Störungen der Sehfähigkeit können sich auf unterschiedliche Art und Weise ausdrücken. Trägst Du normalerweise keine Brille, kann der Stress dazu führen, dass dennoch eine Fehlsichtigkeit auftritt. Dann entsteht das Gefühl, als würdest Du plötzlich kurz- oder weitsichtig sein. Dir fällt es schwer ein Buch zu lesen oder es ist Dir unmöglich, eine weiter entfernte Anzeigetafel zu lesen. Diese Fehlsichtigkeiten werden normalerweise mit einer Brille ausgeglichen.

Es könnte aber auch sein, dass Du die Farbe nicht mehr korrekt wahrnimmst. Entweder wirst Du farbenblind und kannst bestimmte Farben nicht mehr unterscheiden oder das gesamte Sichtfeld ergraut.

Mitunter kann der Stress auch dazu führen, dass Du für kurze Zeit Lichtblitze erkennst. Es erscheint ein förmlich zu helles Störbild, welches Dein Sehen beeinträchtigt. Auch ein längeres Flimmern ist denkbar.

Sehstörungen können im Allgemeinen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Daher ist es nur schwer möglich von der Störung direkt auf den Stress zu schließen.

So vielfältig die Sehstörungen erscheinen, so vielseitig sind auch die Ursachen. Es könnte sein, dass eine schwache Fehlsichtigkeit vorliegt. Diese hast Du bislang nicht wahrgenommen und wird nur unter Stress ausgeprägter.

Es könnten aber auch Krankheiten oder Verletzungen für die Sehstörungen verantwortlich sein. Die Einnahme von Medikamenten wirkt sich spürbar auf die Sehkraft aus. Als Folge können die bereits beschriebenen Sehstörungen auftreten.

Stress und Sehstörungen

Das Leben ist häufig von Stress geprägt. Steht eine wichtige Prüfung bevor oder gibt es Konflikte innerhalb der Familie, führt dies zu einem höheren Stress. Problematisch wird es, wenn der Stress dauerhaft auftritt und keine Phase der Entspannung mehr eintritt.

Als Folge drohen Depressionen und das Burnout-Syndrom. Diese sind Ausdruck für die Erschöpfung der Psyche und zeigen, dass der Stress einen Einfluss auf den Körper nimmt.

Nicht nur die Psyche, auch bei der Sehfähigkeit kann sich der zu hohe Stress bemerkbar machen. Experten geben klar an, dass ein Zusammenhang zwischen den Sehstörungen und dem Stress besteht.

Das Fatale an den Symptomen ist, dass diese sich nicht über einen längeren Zeitraum ankündigen. Ganz plötzlich wird die Sehleistung vermindert und die Störungen treten ein. Ein Teil des Sichtfeldes wird schlechter wahrgenommen, die Farben sind weniger intensiv und das Lesen fällt schwer.

Muskulär kann sich der Stress ebenfalls äußern. Ein dauerhaftes Lidzucken oder ein vermehrtes Blinzeln sind Ausdruck des Stress. Stehst Du dauerhaft unter Anspannung, liegt die Vermutung nahe, dass die Sehstörungen auf die hohe Stressbelastung zurückzuführen sind.

Besonders anfällig für die Sehstörungen sind Männer unter 50 Jahren, die im Berufsleben einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Frauen sind etwa achtmal weniger von den Sehstörungen und Krankheiten aufgrund des Stress betroffen.

Obwohl die genauen Zusammenhänge noch nicht komplett erklärt werden können, wird davon ausgegangen, dass das Stresshormon Cortisol einen direkten Einfluss ausübt. Durch das Cortisol werden die Blutgefäße geschwächt und Wasser gelangt in die Netzhaut. Dies kann zu den geschilderten Sehstörungen führen.

Abseits der körperlichen Ursachen können die Sehstörungen komplett psychosomatisch sein. Dann liegt zwar keine krankhafte Beeinträchtigung der Augen vor, die Sehstörungen treten trotzdem auf. Besonders häufig treten die Sehstörungen bei Betroffenen mit Angststörungen auf. In diesem Fall hilft nur die Psychotherapie, um die Ursachen zu ergründen und den Stress zu mindern.

Was kannst Du gegen die Sehstörungen unternehmen?

Äußert sich der Stress in Sehstörungen, sollte die erste Maßnahme in der Reduzierung der Stressfaktoren liegen. Dies bedeutet etwa, dass die Arbeitsbelastung vermindert wird und mehr Phasen der Entspannung in den Alltag integriert werden. Den Augen sollte Zeit gegeben werden, sich zu erholen.

Schädlich für die Regeneration wäre das Arbeiten am PC oder das lange Fernsehschauen. Bei diesen Tätigkeiten wird das Blinzeln vermindert und das Auge nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Daher besteht die Gefahr, dass weitere Reizungen auftreten und dem Auge schaden.

Neben der Reduzierung des Stress steht auch ein gesunder Lebenswandel auf dem Plan. Die Ernährung und ausreichend Wasser bilden die Grundlage, damit die Sehkraft wieder die alte Stärke erlangt. Wird die Ruhe eingehalten sind die Chancen gut, dass die Sehstörungen innerhalb weniger Monate von selber ausheilen.

Bleiben die Beeinträchtigungen bestehen, muss erörtert werden, inwiefern eine Laserbehandlung sinnvoll erscheint. Mit dieser könnte eine geschädigte Netzhaut korrigiert werden, sodass keine Flüssigkeit mehr in den Augapfel gelangt.

Die Sehstörungen können eine direkte Folge des Stress sein. Achte auf Deinen Körper und mute Dir nicht zu viel zu. Das Augenlicht sollte Dir heilig sein und kein Job der Welt ist es wert, dass Du Deine Sehkraft aufs Spiel setzt.