Stehst Du unter Stress, hat dies Auswirkungen auf Deinen gesamten Körper und Geist. Du wirst gereizter sein und über weniger Energie verfügen. Das Immunsystem ist geschwächt und auch die Haut reagiert empfindlich auf zu viel Stress.

Die Haut fängt an zu jucken, es bilden sich Rötungen und Pickel werden ebenso sichtbar. Diese stehen in einem klaren Zusammenhang mit dem Stress und das Hautbild ist damit auch Ausdruck Deines Stresslevels.

Doch weshalb entsteht der Hautausschlag bei Stress und was kannst Du dagegen unternehmen?

Welche Auswirkungen besitzt Stress

Wenn es um Stress geht, solltest Du Dir bewusst werden, welche Funktionen dieser besitzt und weshalb dieser grundsätzlich nichts Schlechtes ist. Denn der Stress besitzt überlebenswichtige Aufgaben. Er versetzt Dich eine höhere Aufmerksamkeit und erlaubt es Dir, Dein Leistungspotenzial voll auszuschöpfen. Damit ist Stress erst einmal eine positive Eigenschaft, die Deine Leistungsfähigkeit verbessert.

Problematisch wird es allerdings, wenn Du unter zu viel Stress leidest und der hohe Stresslevel zu einem Dauerzustand wird. Dann tritt schnell eine Überforderung auf, die mit negativen Folgen einhergeht. Deine Gesundheit und das Wohlbefinden leiden unter dem Stress.

Stress - Studium
Studium und Beruf sind häufige Quellen des Stresses

Ursachen des Stresses können ganz vielfältig sein. Meist sind dafür der Beruf oder das Studium verantwortlich, bei denen eine hohe Leistung abverlangt wird. Prüfungssituationen sind selten angenehm und schon der Gedanke daran kann den Stresspegel steigen lassen.

Auch emotionaler Stress, zum Beispiel wenn es in Deiner Beziehung nicht mehr so rund läuft oder Du Dich in sozialen Gruppen unwohl fühlst, können den Hautausschlag begünstigen. Ebenso darfst Du die Ernährung nicht vernachlässigen. Ein hoher Alkoholkonsum oder der regelmäßige Verzehr von ungesundem Fast-Food können ebenfalls zu Stress führen.

Weshalb tritt der Hautausschlag bei Stress auf

Die Haut ist ein direkter Ausdruck Deines körperlichen Befindens. Stress besitzt einen wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem. Ist der Stress dauerhaft hoch, wird das Immunsystem geschwächt. Dies führt dazu, dass Du eher unter Infektionen leidest oder generell anfälliger für Krankheiten wirst.

Auf der Haut zeigt sich das geschwächte Immunsystem in Form eines Ausschlags. Viren, Bakterien oder Pilze können leichter in Deine Haut eindringen und dort zu den unangenehmen Symptomen führen. Die natürliche Schutzschicht Deiner Haut ist angegriffen und wird die unerwünschten Eindringlinge nicht effektiv abwehren können.

Zusätzlich zum geschwächten Immunsystem ist auch die Durchblutung gestört. Dadurch wird die Haut weniger mit Nährstoffen versorgt. Dies begünstigt Unreinheiten und Pickel entstehen. Ein Nährstoffmangel in der Kopfhaut führt übrigens dazu, dass der Haarausfall beschleunigt wird. Die Haare werden nicht mehr optimal versorgt und fallen vermehrt aus.

Formen des Hautausschlags

Der Stress kann sich auf unterschiedliche Weise auf Deiner Haut bemerkbar machen. Dazu zählen diese 4 häufigsten Formen.

Schuppenflechte

Bemerkst Du gerötete Stellen auf Deiner Haut und ist diese schuppig, wird es sich dabei wahrscheinlich um Schuppenflechte handeln. Betroffen sind von dieser Form meist die Beine, die Ellenbogen, der Unterkörper und der Kopf.

Neurodermitis

Ähnlich sieht auch die Neurodermitis aus. Diese äußert sich nicht nur in den roten Hautstellen, sondern auch mit einem deutlichen Juckreiz. Die Haut ist trocken und es fällt schwer, die betroffenen Stellen nicht aufzukratzen. Häufig sind die Knie oder Armbeugen von dieser Form gezeichnet.

Nesselsucht

Zeichnen sich auf Deiner Haut hingegen kleine Quaddeln ab, die Du deutlich spürst, deutet dies auf eine Nesselsucht hin. Diese sind ebenfalls mit einem starken Juckreiz verbunden und können ganz plötzlich auftreten. Unbehandelt könnte dieses Erscheinungsbild chronisch werden.

Akne

Stress - Akne
Stress begünstigt die Bildung der Akne – Unabhängig des Alters

Eine der häufigsten Formen des Einflusses von Stress auf das Hautbild ist die Akne. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Pickeln und Mitessern. Normalerweise werden davon vor allem Jugendliche in der Pubertät betroffen. Leidest Du allerdings unter Stress, kann dies unabhängig vom Alter zu der Bildung der Pickel führen.

Behandlungsmöglichkeiten

Der stressbedingte Hautausschlag stellt nicht nur einen Schönheitsmakel dar. Er ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass Dein Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist. Versuchst Du den Hautausschlag nur zu ignorieren und passt Deinen Lebensstil nicht an, kann dieses Hautbild chronisch werden. Dann ist eine dauerhafte Belastung zu erwarten und in der Folge können andere Krankheiten auftreten. Daher solltest Du die Warnzeichen Deiner Haut ernst nehmen und diese behandeln.

Stress vermeiden

Naheliegend bei einem stressbedingten Hautausschlag ist, dass Du den Stress so gut es geht, vermeidest. Dies bedeutet, dass Du im Job etwas kürzertrittst und versuchst Aufgaben zu delegieren oder auch mal eine Auszeit einlegst. Sind die Stresssymptome so stark, dass die Haut davon betroffen ist, könnte auch der Burn-out nahe sein. Daher gilt es die Arbeitsbelastung zugunsten Deiner Gesundheit zu reduzieren.

Nicht immer lässt sich der Stress komplett meiden und ein Studium lässt sich auch nicht ohne Weiteres pausieren. Daher ist es wichtig im zweiten Schritt Strategien zu entwickeln, um die Stressbelastung besser zu bewältigen. Schaffst Du es schon den Stress etwas zu reduzieren, wird dies Deiner Gesundheit deutlich zuträglicher sein.

Hierfür eignen sich Entspannungsübungen hervorragend. Vor dem Schlafengehen kannst Du eine Meditation ausüben oder die progressive Muskelanspannung ausprobieren. Diese Methoden helfen Dir den Stress zu lösen und Du wirst viel besser einschlafen. Auch Sport oder eine Verhaltenstherapie können in diesem Zusammenhang das Hautbild verbessern.

Mute Dir allerdings auch nicht zu viel zu. Es geht schließlich darum den Stress zu reduzieren und nicht direkt in eine neue Überlastung zu geraten.

Nährstoffe einnehmen

Der Stress ist nicht der alleinige Auslöser des Hautausschlages. Er bewirkt, dass Vital- und Nährstoffe vom Körper schlechter aufgenommen werden. Dies macht sich im Hautbild besonders direkt bemerkbar.

Ernährung - Hautausschlag
Eine gesündere Ernährung wirkt sich positiv auf den stressbedingten Hautausschlag aus

Für eine gesunde Haut ist es wichtig, dass diese ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Stelle Deine Ernährung um und lege den Fokus auf Obst, Gemüse und leichte Kost. Vermeide hingegen fettiges Fleisch oder andere Lebensmittel, die eine hohe Belastung bei der Verdauung darstellen.

Die folgenden Lebensmittel werden empfohlen:

  • frische Früchte
  • Gemüse
  • hochwertige Pflanzenöle
  • Tomaten
  • Sojaprodukte
  • mageres Fleisch

Integrierst Du diese Lebensmittel stärker in Deine Ernährung und verzichtest auf ungesunde Einflüsse, wie den Alkohol, legst Du eine gute Grundlage, damit Deine Haut optimal versorgt wird. Die Haut wird nicht nur besser aussehen, sondern gesünder sein.

Reize auf der Haut vermeiden

Der Hautausschlag ist ein deutliches Signal, dass die Haut zurzeit sehr empfindlich ist. Daher gilt es jegliche Reize zu vermeiden, die zu einer weiteren Irritation führen können.

Daher gilt es auf die Kleidung zu achten. Trage am besten nur Naturmaterialien, wie Baumwolle, Leinen oder Seide, auf der Haut. Diese sind für die Haut angenehmer und der Ausschlag wird zurückgehen. Vermeide hingegen Wolle, da diese für eine empfindliche Haut nicht geeignet ist.

Auch bei den Waschmitteln hilft es, wenn diese besonders natürlich sind. Verzichte auf Produkte, die mit Füll-, Farb- oder Parfümstoffen versetzt sind. Nutze nur Waschmittel, welches auch dermatologisch getestet wurde.

Gleiches gilt auch für Deine Hautpflegeprodukte. Diese sollten sanft und umweltverträglich sein. Eine gute Hautpflege hilft, den Hautausschlag bei Stress zu reduzieren. Übertreibe es allerdings auch nicht, sondern gib der Haut Zeit, sich selber zu heilen.

Mit diesen hier vorgestellten Tipps wirst Du den Hautausschlag in den Griff bekommen und den Stress minimieren. Abseits der Haut wirst Du über ein höheres Wohlbefinden verfügen und Deine Lebensqualität steigern.