Geld spielt eine wichtige Rolle im Leben. Finanziell nicht unter Druck zu stehen, sondern abgesichert zu sein, ermöglicht es Dir Dein Leben ganz nach Deinen Vorstellungen zu gestalten. Du bist nicht davon abhängig was Dein Chef Dir sagt, sondern Dein eigener Boss.

Häufig wird die magische Grenze mit der Million beschrieben. Wer Millionär ist, gilt gemeinhin als „reich“ und verfügt über ein Vermögen, welches an sich bereits ein gutes Einkommen liefert. Gut investiert kann eine investierte Million eine Rendite von etwa 5 Prozent im Jahr erwirtschaften. Die 50.000 Euro als Lebensgrundlage sollten ausreichend sein, sodass Du nicht mehr auf Deinen Job angewiesen bist.

In Deutschland gibt es rund 1,3 Millionen Menschen, die als Millionär gelten. Weltweit steigt die Anzahl auf mehr als 18 Millionen Menschen. So erstrebenswert dieses Ziel ist, sollte es Dir vor Augen halten, dass es nicht unmöglich ist, die Million zu erwirtschaften.

Doch ab wann kannst Du Dich wirklich als Millionär bezeichnen und welche Vermögenswerte werden hinzugezählt?

Definition des Millionärbegriffs

Zunächst sollte eine einheitliche Währung als Grundlage geschaffen werden. Die Unterschiede zwischen dem Euro und dem US-Dollar fallen kaum ins Gewicht. Betrachtest Du jedoch eine Währung wie die Indonesische Rupiah oder Vietnamesischen Dong, wirst Du dort sehr schnell zum Millionär. Mit den derzeitigen Kursen würden etwa 65 Euro ausreichen, um in Indonesien als Millionär zu gelten. Diese Betrachtung ist wenig zielführend.

Daher wird als Grundlage bei den gängigen Definitionen der US-Dollar verwendet. Dies ist bei den meisten Ranglisten der Fall, wenn etwa die Anzahl der Millionäre oder Milliardäre erfasst wird.

Bei der Grundlage des US-Dollars gilt es den Wechselkurs im Auge zu behalten. Derzeit ist der US-Dollar etwas schwächer als der Euro. Mit einem Vermögen von ca. 925.000 Euro könntest Du Dich also bereits als Millionär bezeichnen.

Zu dem Vermögen wird in der Regel das investierte Finanzkapital gezählt. Hierzu zählen u.a. die folgenden Vermögenswerte:

  • Bankguthaben
  • Rohstoffe
  • Aktien
  • Immobilien

Übersteigen diese Anlagen zusammen den Wert von einer Million US-Dollar, bist Du ein Millionär. Es ist also nicht zwingend notwendig eine Million US-Dollar auf dem Konto zu haben. Dies wäre auch nur in den wenigsten Fällen sinnvoll. Denn selbst Multi-Millionäre oder Milliardäre werden nur einen kleinen Anteil des Vermögens liquide auf dem Konto lassen. Das meiste wird investiert, damit das Vermögen dank der Rendite weiter wächst.

Nicht hinzugezählt wird hingegen die selbstgenutzte Immobilie. Diese wird nicht als Vermögensgegenstand gesehen, sondern dient dem täglichen Gebrauch. Zwar könntest Du die Immobilie auch verkaufen, aber dann müsstest Du Dich nach einem anderen Wohnobjekt umsehen.

Millionär ist, wer über ein Vermögen von mindestens 1 Million US-Dollar verfügt

Eine deutliche Abgrenzung ist zudem zwischen Einkommensmillionären und Vermögensmillionären vorzunehmen. Bisher wurde lediglich das Vermögen betrachtet, wenn es um die Millionärsfrage geht. Ein Vermögen von einer Million US-Dollar zu besitzen ist bereits eine große Herausforderung. Doch wie viele Menschen können sich auch als Einkommensmillionäre bezeichnen?

Hier wird der Personenkreis deutlich eingegrenzt. In Deutschland betrug die Zahl der Einkommensmillionäre, also die Personen, die mehr als eine Million im Jahr verdienten, nur rund 19.000. Es wird für Dich also deutlich einfacher sein, zum Kreis der Vermögensmillionäre aufzusteigen als auch noch über ein entsprechendes Einkommen zu verfügen.

Self-Made Millionär

Eine Million US-Dollar zu besitzen ist eine große Leistung. Doch abgegrenzt werden, muss dies von Self-Made Millionären. Denn es stellt durchaus einen Unterschied dar, ob das Vermögen selber erwirtschaftet wurde oder aufgrund eines Erbes zustande kam.

Daher wird oftmals vom „Self-Made Millionär“ gesprochen. Damit werden Personen beschrieben, die selber aus durchschnittlichen Verhältnissen kamen und nicht über eine deutliche Finanzspritze der Eltern reich wurden.

Verfolgst Du selber das Ziel, mit relativ kleinen Mitteln ein Unternehmen aufzubauen, könntest Du Dir solche Erfolgsgeschichten als Motivation zur Hilfe nehmen. Übrigens ist der Anteil der Self-Made Millionäre deutlich größer, als der Personen, die durch Erbe oder dem Lottospielen zu dem Vermögen gekommen sind. Selbst zu der Milliarde kannst Du es durch eigene Leistung bringen.

Zu der Liste der Self-Made Milliardäre gehören zum Beispiel Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buffet oder Mark Zuckerberg. Auch wenn die Voraussetzungen nicht immer gleich sind, haben diese Personen es geschafft, aus einem relativ kleinen Kapitaleinsatz ein hohes Vermögen zu erwirtschaften.

Wege zur ersten Million

Wie kannst Du ein Vermögen von einer Million erzielen und welche Wege sind realistisch?

Der wohl „einfachste“ und gängigste Weg die Million zu erzielen besteht in der Grundlage einer guten Bildung. Indem Du ein Studium abschließt, welches mit hohen Gehältern im Berufsleben aufwartet, wird der Weg zum Millionär greifbar Nahe. Lukrative Berufe sind zum Beispiel:

  • Ärzte
  • Juristen
  • Ingenieure
  • Informatiker

Du solltest allerdings beachten, dass der Beruf nicht allein dafür sorgt, dass Du dieses Vermögen aufbaust. In jedem Bereich solltest Du versuchen Dein maximales Potenzial auszuschöpfen und herausragende Leistungen abzuliefern. Andernfalls gibt es auch unter Juristen einige Beispiele, die über ein relativ niedriges Gehalt verfügen.

Abseits dieser Berufsfelder könntest Du auch über ein gutes Verkaufstalent verfügen. Bist Du ein wahres Kommunikationsgenie und kannst Menschen von Deiner Idee bzw. Produkt überzeugen, wirst Du von Deinen Provisionen profitieren. Allerdings sind hierbei größere Schwankungen im Einkommen möglich und es ist jede Menge Einsatz gefragt, um als Verkäufer Millionär zu werden.

Als weitere Alternative könnte die Selbstständigkeit für Dich infrage kommen. Dieser Weg ist deutlich risikoreicher. Du verfügst über kein festes Einkommen und wirst einige Zeit damit verbringen, überhaupt Einnahmen zu erzielen. Mit einer guten Geschäftsidee und etwas Glück gibt es nach Oben aber keine Grenzen mehr. Der Vorteil der Selbstständigkeit ist, dass Du das Einkommen sehr gewinnbringend wieder in das Unternehmen investieren kannst. So werden aus der ersten Million schnell die zweite, dritte oder zehnte.

Investitionen

Die Investition in Immobilien ist lukrativ, aber auch mit Risiko und Aufwand verbunden

Abseits des Arbeitseinkommens, bzw. des eigenen Unternehmens solltest Du Dein Vermögen möglichst gewinnbringend anlegen. Dann sind durchaus Renditen von bis zu 7 Prozent im Jahr zu erwarten.

Eine relativ sichere Anlageform bieten hierfür Indexfonds. Diese bilden einen großen wirtschaftlichen Raum ab und sind daher breit aufgestellt. Das Risiko wird auf eine Vielzahl von Unternehmen verteilt und schwächelt ein Bereich, wird dieser von einem anderen ausgeglichen. Bei der Investition in ETFs oder Aktien sollte Dir aber bewusst sein, dass es immer mal wieder Phasen geben kann, in denen Rückschläge möglich sind. Die Finanzkrise 2008 war nicht zuletzt ein Beispiel für den Niedergang aber auch der Erholung der Märkte. Bist Du geduldig und möchtest für längere Zeit Dein Vermögen anlegen, sind solche Fonds eine gute Entscheidung.

Neben der Investition in Indexfonds könnte auch die Anlage in Immobilien für Dich interessant sein. Der Immobilienmarkt ist in den letzten Jahren in Deutschland förmlich explodiert. Mit der passenden Anlage könntest Du von dieser Entwicklung profitieren und Dein Vermögen weiter aufbauen.

Die Investition in Immobilien ist jedoch deutlich zeitaufwendiger, als die Anlage in passive Indexfonds. Du solltest Dich in diese Materie einlesen und Fachwissen aufbauen. Ebenso ist ein stabiles Einkommen wichtig, damit Du Mietausfälle verkraftest oder unvorhergesehene Ausgaben stemmen kannst. Hast Du ein geeignetes Objekt gefunden und verfügst über das notwendige Eigenkapital, könnte die Immobilie eine lohnenswerte Investition darstellen, um die erste Million zu erreichen.

Reichtum messen

Bei dem Kauf der Immobilie wirst Du vielleicht schon merken, dass bei der Bezeichnung des Millionärs nur das Reinvermögen sinnvoll ist. Denn neben dem Eigenkapital wirst Du auch Fremdkapital von der Bank bemühen müssen, um die Immobilie zu erwerben. Dank der Finanzspritze der Bank wirst Du aber nicht über Nacht zum Millionär. Denn bei der Betrachtung wird immer das Vermögen den Verbindlichkeiten gegenübergestellt. Besitzt Du zwar eine Immobilie, die mehr als eine Million US-Dollar Wert ist, diese ist aber zum Großteil über einen Kredit finanziert, wirst Du deshalb noch kein Millionär sein.

Gleiches wird auch als Unternehmer der Fall sein. Weist das Unternehmen zwar ein Bilanzvermögen von 2 Millionen Euro auf, besitzt aber nur Eigenkapital in Höhe von 500.000 Euro, bist Du streng genommen noch kein Millionär.

Bei der Frage, ab wann man Millionär ist, wird also immer das Vermögen minus der Schulden herangezogen. Erst wenn dieser Wert die Million überschreitet, kannst Du Dich als Millionär bezeichnen.